Urlaub in Deutschland boomt. Das geht aus dem tourismuspolitischen Bericht der Bundesregierung hervor, der am Freitag im Bundestag debattiert wurde. Warum Bayern mit Abstand das beliebteste Bundesland ist, erklärt Daniela Ludwig, tourismuspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion, im Interview.

Frau Ludwig, wie hat sich der Tourismus in Deutschland und speziell in Bayern denn entwickelt? 

Die Tourismusbranche in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte. Das siebte Jahr in Folge wächst der Tourismus in unserem Land überdurchschnittlich. 447 Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr sind beeindruckend. Und was besonders wichtig ist: Es wachsen alle Bereiche - von Camping über Kongresse bis hin zu den Ferienparks.

Das mit Abstand beliebteste Bundesland ist seit Jahren der Freistaat Bayern. Mit über 90 Millionen Übernachtungen in 2016 wurde der bisherige Rekord aus dem Vorjahr um 2,6 Millionen übertroffen. Unser Erfolg erklärt sich unter anderem damit, dass Bayern ein breit gefächertes Angebot für fast jeden Urlaubswunsch bietet - vom Wandern über Skifahren und vieles mehr. Befragt man Urlauber, warum sie sich gerade für dieses Reiseziel entschieden haben, werden seit Jahren als führende Argumente Landschaft und Natur genannt. Bei diesem Reisegrund hat Bayern einfach das beste Angebot.

Daniela Ludwig© Michael Naumberger

 

Die Tourismusbranche boomt. Welchen Anteil hat die Politik an diesem Erfolg und wie unterstützt sie die Branche?

Das Wachstum ist weltweit sehr unterschiedlich verteilt. Das wichtigste Argument, das für einen Urlaub in Deutschland spricht, ist die Sicherheit. Neben Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis ist es derzeit das bestimmende Thema. Darüber hinaus ist der Ausbau unserer Infrastruktur enorm wichtig für den Tourismus. Das Investitionsprogramm des Bundesministers für Verkehr und Digitale Infrastruktur leistet daher einen wesentlichen Beitrag.

Ein Schwerpunkt dieser Wahlperiode war, die touristische Attraktivität des ländlichen Raums zu steigern. Was haben Sie hierfür auf politischer Ebene unternommen und können Sie uns ein Beispiel aus Bayern nennen?

Die Entwicklung des ländlichen Raums ist überaus erfolgreich. Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern haben im Vergleich zu 2012 ein Wachstum von durchschnittlich 6,5 Prozent zu verzeichnen. Das ist höher als das Wachstum in Gemeinden mit über 10.000 Einwohnern.

Die vom Bund in dieser Wahlperiode finanzierte Themenkampagne „Tradition und Brauchtum“ hat gerade für den Tourismus im Freistaat einen ganz wichtigen Akzent gesetzt.

 

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