Alexander Dobrindt wurde heute zum neuen Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe gewählt. Die bisherige Vorsitzende, Gerda Hasselfeldt, scheidet aus den Bundestag aus. Der neue Chef der CSU-Abgeordneten betonte: „Unsere Position ist klar, direkt und konservativ.“

Am Dienstag konstituierte sich die CSU-Landesgruppe in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin. Dem 19. Deutschen Bundestag werden 46 Abgeordnete der CSU angehören. Ihr neuer Landesgruppenvorsitzender ist Alexander Dobrindt. Für ihn stimmten 41 Abgeordnete, es gab 3 Nein-Stimmen und eine Enthaltung, eine Stimme war ungültig. Dobrindt wurde zuvor vom Parteivorsitzenden Horst Seehofer für dieses Amt vorgeschlagen. „Ich freue mich, dass Alexander Dobrindt überzeugend gewählt worden ist“, sagt Seehofer.

Dobrindt unterstrich nach seiner Wahl, dass es nun um eine neue strategische Ausrichtung der CSU-Landesgruppe gehe. Es habe eine substanzielle Veränderung der politischen Situation gegeben. Die Grundlage dafür sei weit vor der Flüchtlingskrise, schon bei der Eurorettungspolitik gelegt worden, so der frischgewählte Vorsitzende der CSU-Landesgruppe. „Es geht jetzt darum, diejenigen Menschen, die sich mit ihren Positionen nicht mehr vertreten fühlen, zurück in die politische Debatte zu holen.“ Dieser Aufgabe müssten sich im Übrigen alle Parteien stellen. Die Verweigerung der SPD könne Dobrindt daher nicht nachvollziehen. Er machte auch deutlich: „Die CSU-Landesgruppe ist kein 16. Landesverband der CDU, sondern eine eigenständige Kraft.“

Die bisherige CSU-Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt bedankte sich bei den Mitgliedern der CSU-Landesgruppe für die gute Zusammenarbeit. „Ein herzliches Vergelt‘s Gott. Ich gehe mit großer Dankbarkeit und wünsche euch alles erdenklich Gute für die sicher nicht einfache Arbeit, die vor euch liegt“, sagte Hasselfeldt zum Abschied.

 

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