Seit Montag beraten rund 25.000 Teilnehmer aus mehr als 190 Ländern auf der UN-Klimakonferenz in Bonn, wie sie das Pariser Klimaabkommen umsetzen. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat den am stärksten betroffenen Ländern Unterstützung zugesagt.

"Klimaschutz ist die Überlebensfrage der Menschheit. Gelingt es uns nicht, die Erderwärmung signifikant zu begrenzen, wird ein Leben auf der Erde, wie wir es kennen, nicht mehr möglich sein,“ erklärte Bundesentwicklungsminister Müller (CSU) zur Eröffnung der 23. Weltklimakonferenz in Bonn. Für Inselstaaten wie Fidschi, das die Präsidentschaft der UN-Klimakonferenz übernommen hat, ist der Klimawandel schon heute bittere Realität. Müller betonte, es gelte jetzt zu handeln. Jede Zeitverzögerung treibe die Kosten in die Höhe. „Wer glaubt, wir können uns den Klimaschutz nicht leisten, der macht eine falsche Rechnung auf", so der Minister.

Die Bundesregierung hat zum Auftakt der Bonner Weltklimakonferenz angekündigt, Entwicklungsländer mit weiteren 100 Millionen Euro bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Denn die Entwicklungsländer selber hätten am wenigsten zum Klimawandel beigetragen, trügen aber die Hauptlast, machte Müller deutlich. Und: „Die fortschreitende Erderwärmung gefährdet bisherige Entwicklungserfolge und wird für diese Menschen zur Überlebensfrage. Mit unserem Beitrag unterstützen wir gezielt die Ärmsten der Armen.“ Müller warb dafür, Klimaschutz als Chance zu begreifen.

Im Pariser Klimaabkommen von 2015 haben sich die Vertragsstaaten darauf geeinigt, die Erderwärmung auf 1,5 bis zwei Grad zu begrenzen. Dies soll mit verbindlichen nationalen Klimazielen erreicht werden. Auf der diesjährigen Weltklimakonferenz stehen vor allem die Interessen kleiner, vom Klimawandel stark betroffener Inselstaaten wie Fidschi im Mittelpunkt.

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