Pressemitteilung 25.03.2020
Lebensmittelversorgung muss gesichert bleiben

Insbesondere Landwirte, die auf Saisonarbeitskräfte angewiesen sind, leiden unter der aktuellen Situation um das Corona-Virus. Die meisten Saisonarbeitskräfte kommen normalerweise aus Rumänien und Polen – aktuell ist das nicht möglich.

„Gerade deshalb haben wir uns in der Koalition auf ein umfangreiches Maßnahmenpaket geeinigt, um die Lebensmittelversorgung sicherzustellen“, betont der agrarpolitische Sprecher der CSU im Bundestag, Artur Auernhammer, MdB. Damit würden Anreize und einfache Regeln geschaffen, für alle die in der Landwirtschaft aushelfen wollten. Darüber hinaus würden die Lieferketten gesichert, ebenso wie die Liquidität der landwirtschaftlichen Betriebe.

Zu den Maßnahmen zählt unter anderem die Ausweitung der sogenannten 70-Tage-Regelung. Außerdem werden Nebeneinkünfte aus der Landwirtschaft während der Corona-Krise bis zur Höhe des bisherigen Lohns nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet. Auch wird die Hinzuverdienstgrenze bei Vorruheständlern in der gesetzlichen Rentenversicherung bis Ende 2020 deutlich angehoben. Auch sollen Arbeitnehmerüberlassungen in der Corona-Krise ohne Erlaubnis möglich sein, Arbeitszeiten können befristet flexibler gehandhabt werden. Über die vom Bundesverband der Maschinenringe gemeinsam mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium betriebene Plattform www.daslandhilft.de wird der Kontakt zwischen suchenden Landwirten und interessierten Helfern kostenlos hergestellt.

Mittels eines Programms der landwirtschaftlichen Rentenbank wird außerdem die Liquidität der landwirtschaftlichen Betriebe gesichert. Darüber hinaus gibt es einen Kündigungsschutz bei Pachtverträgen für von der Pandemie betroffene Landwirte. Auch das Bundesprogramm „Corona-Soforthilfen für kleine Unternehmen und Soloselbstständige“ kann von Selbstständigen und Kleinstunternehmen bis zu zehn Mitarbeitern in der Lebensmittelkette oder in ländlichen Räumen genutzt werden.

„Mit all diesen Maßnahmen greifen wir unseren Landwirten massiv unter die Arme“, so Auernhammer. „Gerade in der jetzigen zeigt sich, wie systemrelevant unsere Bäuerinnen und Bauern für unser Land sind.“

 

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