Skandale der Autoindustrie dürfen nicht zu Lasten der Kunden gehen

Zu dem sogenannten Dieselgipfel treffen sich am morgigen Mittwoch Vertreter der Bundesregierung mit Konzernchefs der Automobilbranche und Ministerpräsidenten. Dazu erklärt der Sprecher für Verkehr und digitale Infrastruktur der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ulrich Lange:

„Wir erwarten von der Autoindustrie, dass sie endlich ihrer Verantwortung gerecht wird und Angebote vorlegt, wie man die Einhaltung der Abgasgrenzwerte erreichen kann. Nur mit konkreten Maßnahmen kann die Automobilbranche zeigen, dass sie den Ernst der Lage wirklich verstanden hat. Wir brauchen jetzt unverzüglich verbindliche Zusagen für Verbesserungen, die für die Kunden kostenneutrale sein müssen. Es kann nicht sein, dass diese ausbaden müssen, was die Hersteller verbockt haben.

Fragwürdig finden wir, dass die Grünen sich geradezu über den Skandal zu freuen scheinen. Das ist nicht nachvollziehbar. Wenn das Qualitätssiegel „Made in Germany“ leidet, können wir uns darüber jedenfalls nicht freuen.

Wichtig ist nun zum einen die umfassende Aufklärung des Sachverhalts durch die zuständigen Behörden und zum anderen, dass die Luftbelastung in den Städten schnell und deutlich reduziert wird. Dafür bedarf es individueller, auf die jeweilige Situation der Städte zugeschnittener Konzepte. Dabei geht es auch um intelligente Verkehrsverflüssigung oder eine schnellere Umstellung auf alternative Antriebe bei jenen Fahrzeugen, die viel in den Städten unterwegs sind, wie Taxen, Busse oder Behördenfahrzeuge. Hier sind vielfältige Ansätze gefordert. Über solche Instrumente und deren Finanzierung muss konstruktiv beraten werden. Auch das ist Aufgabe des ‚Diesel-Gipfels’.

Vor allem müssen die Autohersteller für Transparenz sorgen. Alles andere ist unzumutbar.“

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