Die Gesundheit von Mensch und Tier liegt der CSU-Landesgruppe am Herzen – das wurde sowohl in der Aktuellen Stunde am Mittwoch zu den Verhältnissen in Tierställen als auch am Freitag bei der Verabschiedung eines Koalitionsantrags zur Minimierung des Einsatzes von Antibiotika deutlich.

Wenn es den Tieren gut geht, dann geht es auch der Familie gut

„Wenn es den Tieren gut geht, dann geht es auch der Familie gut.“ Für Marlene Mortler, agrarpolitische Sprecherin der CSU-Landesgruppe und selbst Bäuerin, gilt diese Maxime ebenso wie für viele Bäuerinnen und Bauern in Deutschland. Das unterstrich sie in einer Aktuellen Stunde am Mittwoch. Tierschutz-Verstöße müssten selbstverständlich geahndet werden – allerdings dürfe dies nicht zu einer pauschalen Verunglimpfung aller Bäuerinnen und Bauern führen. Die Folge sei eine tiefe Verunsicherung – auch auf Seiten der Verbraucher - und ein Gefühl fehlender Wertschätzung. Sie dankte den Bäuerinnen und Bauern deshalb ausdrücklich für ihre Arbeit.

Antibiotikaeinsatz minimieren und Resistenzen bekämpfen

Die Gesundheit von Mensch und Tier stand auch am Freitag im Zentrum der Debatte: Die Abgeordneten verabschiedeten einen Koalitionsantrag, der Maßnahmen zur Minimierung des Einsatzes von Antibiotika und der Bekämpfung von Resistenzen vorsieht. Denn: Die weltweite Zunahme von Antibiotikaresistenzen stellt eine ernsthafte Gefahr dar. Jeder Einsatz eines Antibiotikums, ob in der Humanmedizin oder in der Tierhaltung, birgt das Risiko von Resistenzbildungen. Zwar ist unbestritten, dass der weitaus größte Anteil daran auf Keime zurückzuführen ist, die im Krankenhaus übertragen werden. Allerdings können auch resistente Keime aus der Tierhaltung zu Problemen bei Menschen führen. Deshalb muss sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin der Einsatz von Antibiotika auf ein Mindestmaß beschränkt werden – dies wurde auch in einem Fachgespräch der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Juli letzten Jahres deutlich.

Gemeinsame Lösungen entwickeln

Die Fraktion hat gehandelt: In ihrem Antrag stellt sie ein Maßnahmenpaket vor, das diesen sogenannten „One-Health-Ansatz“ verfolgt. Ziel ist, dass alle Beteiligten zusammenarbeiten und gemeinsame Lösungen entwickeln. Der Schwerpunkt soll noch stärker auf Prävention, Information, Aufklärung sowie Aus- und Weiterbildung liegen. Zudem soll der sachgerechte und passgenaue Einsatz von Antibiotika gezielter in den Vordergrund gerückt sowie die Forschung nach neuen Antibiotika intensiviert werden.

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