Von der Zukunft der gemeinsamen EU-Agrarpolitik über die Landwirtschaft in der öffentlichen Wahrnehmung bis hin zur Energiewende und dem Tierwohl: Die Themenpalette war äußerst breit, die die CSU-Landesgruppe mit dem Präsidenten des Bayerischen Bauernverbandes, Walter Heidl, vergangene Woche in Berlin erörterte.

„Die CSU-Landesgruppe konnte im vergangenen Jahr sehr viel im Bereich der Agrarpolitik bewegen. Wir haben verschiedene Hilfsmaßnahmen erarbeitet und insgesamt 581 Millionen Euro bereitgestellt, um den Landwirten in Krisenzeiten beizustehen. Damit bringen wir zum Ausdruck, wie wichtig uns die Bauern in unserem Land sind“, sagte die CSU-Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt bei dem Treffen, an dem auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt teilnahm. Hasselfeldt erklärte: „Wir haben zudem ein starkes Augenmerk auf das Thema Tierwohl und müssen uns der gesellschaftlichen Diskussion stellen. Für die Bürger hat das Wohl der Tiere einen hohen Stellenwert. Lösungen kann es natürlich nur gemeinsam mit den Landwirten geben und nicht gegen sie.“ Weitere wichtige Punkte: die mögliche Reduzierung des EU-Agrarbudgets infolge des Brexits und die bisherige Ablehnung der EU-Kommission, Pflanzenschutzmitteln auf ökologischen Vorrangflächen einzusetzen.

„An der Seite der Bäuerinnen und Bauern“

Heidl wies auf die überbordende Bürokratie für die Landwirte, insbesondere durch die noch zu beschließende Erarbeitung der Stoffstrombilanzverordnung, hin. Erörtert wurde zudem, wie Grundstückseigentümer im Zuge der in Bayern geplanten Erdverkabelung künftig für die notwendigen Eingriffe besser entschädigt werden können. Die CSU-Landesgruppe zeigte großes Verständnis für die Forderung der Landwirte nach zusätzlichen wiederkehrenden Vergütungen.

Heidl dankte ausdrücklich für den steten und konstanten Austausch und betonte, wie wichtig dies für beide Seiten sei. Max Straubinger, parlamentarischer Geschäftsführer der Landesgruppe, bekräftigte: „Die CSU ist und bleibt die verlässliche Partei an der Seite der Bäuerinnen und Bauern.“

 

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