Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion sowie die SPD wollen die "Invictus Games", einen Sportwettkampf für versehrte Soldaten, als deutliches Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung nach Deutschland holen. Am Donnerstag hat der Bundestag in erster Lesung über den Antrag beraten. 

Anerkannte Plattform für eine stärkere Wertschätzung der versehrten Soldaten

Seit 1990 hat sich die Bundeswehr mit Zustimmung des Deutschen Bundestages an über 40 Auslandseinsätzen beteiligt. Und auch derzeit helfen knapp 3.500 Soldatinnen und Soldaten in mehr als 15 Einsätzen, internationale Krisen zu bewältigen und Konflikte einzudämmen. Bei diesen Einsätzen sind Soldatinnen und Soldaten immer wieder auch verletzt worden, sei es physisch oder psychisch. Viele leiden seither unter den Folgen, teilweise lebenslang. Um diesen Menschen eine neue Perspektive zu geben, aber auch, um ihnen mehr öffentliches Verständnis und Anerkennung zukommen zu lassen, wurden die "Invictus Games" ins Leben gerufen. Mittlerweile haben sich die "Invictus Games" unter der Schirmherrschaft von "Prinz Harry" zu einer anerkannten Plattform für eine stärkere Wertschätzung der versehrten Soldaten entwickelt. Kriegsversehrte Soldaten in können in insgesamt 12 Sportarten bei den "Invictus Games" antreten. Dabei geht es nicht nur um den sportlichen Erfolg.

Prinz Harry

Thomas Stuber aus Deutschland bei den Invictus Games in Toronto

Fotos: picture alliance/empics

Silberhorn: "Die Invictus Games sind ein großartiges Beispiel dafür, was mit Sport und mit gesellschaftlichem Zusammenhalt erreicht werden kann."

Vielmehr sollen die Wettkämpfe sowie die regelmäßige, strukturierte Trainingsvorbereitung die Betroffenen dabei unterstützen, zurück ins Leben zu finden. Somit haben die "Invictus Games" eine Sinnhaftigkeit, die weit über das sportliche Kräftemessen hinausgeht. Ebenfalls sollen die Wettbewerbe mehr Aufmerksamkeit und eine stärkere Anerkennung im öffentlichen Diskurs bewirken und vor Augen führen, was unsere Soldaten für die Bundesrepublik Deutschland und den internationalen Frieden geleistet haben. Thomas Silberhorn (CSU), Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung machte dies in seiner Rede vor den Abgeordneten besonders deutlich. Er begrüße, dass im Deutschen Bundestag darüber diskutiert werde, wie die deutsche Öffentlichkeit damit umgehen wolle, wie denen, die mit Verletzungen körperlicher oder auch seelischer Art aus einem Einsatz zurückkommen, nicht nur Wertschätzung, sondern auch Unterstützung zuteilwerden lassen könne. Silberhorn zeigte sich auch von der Ausdauer und Willensstärke der versehrten Athleten beeindruckt: "Diese Menschen sind verletzt, aber sie sind unbändig, unbesiegt in ihrer Willenskraft, trotz der Verletzungen körperliche Höchstleistungen zu erbringen." Für die CSU im Bundestag, der Stimme der Streitkräfte in unserem Parlament ist daher klar, dass wir eine Bewerbung Deutschlands um eine Austragung der "Invictus Games" in unserem Land durchzuführen auf jeden Fall unterstützen. Staatssekretär Silberhorn appellierte daher an die Abgeordneten: "Die Invictus Games sind ein großartiges Beispiel dafür, was mit Sport und mit gesellschaftlichem Zusammenhalt erreicht werden kann." Zur weiteren wohlwollenden Beratung wurde der Antrag federführend an den Sportausschuss überwiesen.  

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