Zur Bundestags-Debatte über Förderhöhe der Riester-Rente
Zur heutigen Debatte über die Förderhöhe der Riester-Rente im Deutschen Bundestag erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Max Straubinger:
Grundsätzlich sollte im Zusammenhang mit unseren Alterssicherungssystemen nicht von Armut gesprochen werden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erhalten nur rund zwei Prozent der über 65-Jährigen Leistungen der Grundsicherung im Alter. Und die relative Altersarmut, gemessen mit der Bezugsgrenze der Hälfte des Durchschnittseinkommens, ist rückläufig: Sie sank von 13,3 Prozent 1998 auf 11,4 Prozent im Jahr 2003 (2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung).
Es wird eine Gewichtsverschiebung zwischen den drei Säulen unseres Alterssicherungssystems und künftig stärkere Anteile kapitalgedeckter Systeme geben. Die Systeme zusammen werden aber ein angemessenes Versorgungsniveau für den einzelnen Versicherten bieten. Die Bäume wachsen nicht in den Himmel, aber die Menschen landen im Alter nicht in der Armut, wenn alle vorsorgen.
Leistet ein Durchschnittsverdiener nicht nur Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung sondern beispielsweise auch an eine Riester-Rente, übersteigt das Alterseinkommen aus beiden Quellen bereits nach 20 Jahren den durchschnittlichen Grundsicherungsbedarf.
Die Förderung ist sehr hoch: die Förderquoten betragen bis zu 90 Prozent. Geringverdiener können mit der Riester-Rente schon ab fünf Euro im Monat eine zusätzliche Altersvorsorge aufbauen. Gerade Geringverdiener sollten deshalb bei der Riester-Rente mitmachen.