Zu den neuesten Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit
Zu den heute von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Arbeitsmarktdaten erklärt der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Max Straubinger:
Erfreulicherweise strahlt der Aufschwung weiterhin auf den Arbeitsmarkt aus. Die Arbeitslosenzahl ist im Oktober auf rund 3,4 Mio. gesunken. Damit ist seit dem Höchststand im März 2005 die Zahl der Arbeitslosen um rd. 1,6 Mio. Personen zurückgegangen. In der Vergangenheit ist die Zahl der Arbeitslosen in schlechten Zeiten stufenweise angestiegen, ohne dass sie in guten Zeiten entsprechend zurückgegangen wäre. Mit diesem Aufschwung sind wir auf dem Weg, die Sockelarbeitslosigkeit abzubauen und Arbeit für alle zu schaffen.
Vom aktuellen Wirtschaftsaufschwung profitieren die älteren Arbeitslosen überdurchschnittlich. Sowohl der Aufbau von Beschäftigung als auch der Abbau der Arbeitslosigkeit fällt in dieser Gruppe stärker aus als in der Gesamtbevölkerung. Nachdem die Arbeitslosenquote Älterer in den vergangenen Jahren deutlich über der Gesamtarbeitsquote lag, nähern sich die Quoten mittlerweile an. Wir haben im September im Vorjahresvergleich einen Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den über 55-Jährigen von 23,6 Prozent gehabt, bei den über 50-Jährigen immer noch von 22,2 Prozent Bei allen Arbeitslosen betrug der Rückgang im Zweijahresvergleich 23,7 Prozent Die Beschäftigungsquote der über 55-Jährigen liegt in Deutschland mittlerweile über dem Durchschnitt der Europäischen Union.
Dies zeigt, dass eine Politik zur Erhöhung der Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erfolgreich sein kann. Auf dem Arbeitsmarkt ist durchaus Potenzial für eine höhere Erwerbsbeteiligung älterer Menschen. Es wäre schade, wenn diese Erfolge durch eine verlängerte Bezugsdauer für ältere Arbeitslosengeld-Empfänger gefährdet würden.