Pressemitteilung 23.05.2007
Unternehmensteuerreform verabschiedet Signal für Investoren - Kommunen gewinnen

Anlässlich des Abschlusses der Unternehmensteuerreform im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages

Anlässlich des heutigen Abschlusses der Reform der Unternehmensbesteuerung im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages erklärt der haushalts- und finanzpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Georg Fahrenschon:

Mit der Reform der Unternehmensbesteuerung wird eine der wichtigsten wirtschafts- und finanzpolitischen Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt. Das Gesetz wird, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, zum 1. Januar 2008 in Kraft treten. Damit gelingt es, den Abschluss des Gesetzes ein halbes Jahr vor dem Inkrafttreten zu erreichen, was der Wirtschaft, den Betrieben und der Verwaltung genügend Zeit gibt, sich auf die neuen Regelungen einzustellen. Im Laufe der parlamentarischen Beratungen und den abschließenden Berichterstattergesprächen konnte die CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag noch entscheidende Verbesserungen durchsetzen:

Die Gesamtbelastung aus Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidarzuschlag sinkt ab 1. Januar 2008 auf 29,8 %. Damit liegen die deutschen Steuersätze wieder im europäischen Mittelfeld. Die steuerliche Attraktivität des Standortes Deutschlands für in- und ausländische Investoren wird erhöht. Um "Waffengleichheit" mit den Kapitalgesellschaften herzustellen und auch die Investitionskraft und die Eigenkapitalbasis des Mittelstands zu stärken, werden in Zukunft einbehaltene Gewinne in Personengesellschaften dem gleichen Steuersatz wie Körperschaften (Thesaurierungsbegünstigung) unterworfen.

Die Zinsschranke trifft durch die Freigrenze Kreditfinanzierungen erst ab einer Größenordnung von 20 Mio. Euro. Bei der Beschränkung des Zinsabzugs auf 30 % des Gewinns vor Steuern und Zinsaufwendungen (EBIT) konnte diese Ausgangsgröße um Abschreibungen (EBITDA) erweitert werden. Damit wird der Notwendigkeit Rechnung getragen, dass Investitionen teilweise auch fremdfinanziert werden müssen.