Pressemitteilung 18.12.2015
Wir werden es nicht zulassen, dass Deutschland seine Technologieführerschaft bei dieser weltweit bedeutenden Zukunftstechnologie aufgibt

Potenziale der Biogasenergie ausschöpfen

Zu den anstehenden Verhandlungen über eine Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erklären der wirtschafts- und energiepolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe, Karl Holmeier MdB, und die agrar- und umweltpolitische Sprecherin der CSU-Landesgruppe, Marlene Mortler MdB:

Karl Holmeier:

Wir brauchen dringend eine Anschlussförderung für Bestandsanlagen. Viele werden in den nächsten Jahren aus der Förderung fallen. Dass sie zu Investitionsruinen werden, kann nicht unser Ziel sein. Außerdem müssen wir eine ernsthafte Perspektive für flexible Neuanlagen schaffen, die Strom aus Rest- und Abfallstoffen liefern. Die Kriterien für die Förderung per Ausschreibung zu ermitteln, macht aus Gründen der Wirtschaftlichkeit Sinn.“

Marlene Mortler:

„Paris gibt uns Hoffnung, dass nicht nur Deutschland, sondern auch andere beim Klimaschutz Ernst machen. Umso wichtiger ist es, jede technologische Option zu nutzen und fortzuentwickeln. Deshalb brauchen wir die Bioenergie. Bioenergie kann nicht nur CO2-neutral sein, sondern auch absolut flexibel. Wir werden es nicht zulassen, dass Deutschland seine Technologieführerschaft bei dieser weltweit bedeutenden Zukunftstechnologie aufgibt. Ohne eine echte Perspektive für die Bioenergie sehe ich wenig Raum, die anstehende Reform des EEG zu unterstützen.“

Hintergrund:

Zum Jahresbeginn wird das Bundewirtschaftsministerium den ersten Entwurf eines neuen EEG vorlegen. Erwartet wird, dass dieser lediglich eine Verordnungsermächtigung für neue Förderbedingungen bei der Bioenergie enthält – zu wenig für Landwirte, Anlagenbauer und Energiegenossenschaften.