Pressemitteilung 04.12.2015
Boden schützen – jetzt

Die Landwirtschaft braucht Raum, um ihre überlebenswichtigen Aufgaben zu erfüllen

Zum Tag des Bodens 2015 erklärt die agrar-, umwelt-, und baupolitische Sprecherin der CSU-Landesgruppe, Marlene Mortler MdB:

„Jeden Tag verliert die Landwirtschaft in Deutschland 74 Hektar Äcker und Wiesen an den Bau von Siedlungen und Verkehrsanlagen. Das ist eine Fläche so groß wie 100 Fußballfelder. So kann es nicht weitergehen!

Der Flächenfraß ist kein Naturgesetz. Wir müssen unsere Agrarfläche endlich wirksam schützen! Vorstellen kann ich mir eine Schutzklausel im Landwirtschaftsgesetz, damit Agrarflächen wirklich nur dann in Anspruch genommen werden, wenn es dazu keine Alternative gibt. Auch eine Pflicht, Freiflächenkataster in den Kommunen zu führen, dürfte etwas bringen. Das stärkt den Vorrang der Innen- vor der Außenentwicklung. Viele Städte und Gemeinden machen schon heute gute Erfahrungen damit. Thema Nummer drei lautet Abriss. Ich wünsche mir, dass wir auch das Rückbaugebot effektiver durchsetzen. Soweit erforderlich, könnte man den Abriss auch mit öffentlichen Mitteln fördern.

Jedem ist klar, dass wir schnell und unkompliziert Wohnraum für viele Menschen schaffen müssen, auch, aber nicht nur, wegen des Flüchtlingszustroms. Umso dringender müssen wir darüber nachdenken, wie sich grober Wildwuchs am Rande unserer Städte und Gemeinden vermeiden lässt. Am Tag des Bodens sollte man sich in Erinnerung rufen: Es gibt kaum etwas Grundlegenderes als unseren Boden. Ohne fruchtbare Böden gibt es keine Photosynthese, keinen Sauerstoff zum Atmen und keine Pflanzen zum Essen. Die Landwirtschaft braucht Raum, um ihre überlebenswichtigen Aufgaben zu erfüllen.“

Hintergrund:

Der Tag des Bodens wurde 2002 von der Internationalen Bodenkundlichen Union ins Leben gerufen. Der Gedenktag soll der Weltöffentlichkeit den Wert unserer Böden vor Augen halten. Der Weltbodentag wird jedes Jahr am 5. Dezember begangen.