Mit der Reform der Hofabgabeklausel wird ein fairer Interessenausgleich zwischen Jung und Alt geschaffen
Zur Verabschiedung der Reform der landwirtschaftlichen Alterssicherung im Deutschen Bundestag erklärt die agrarpolitische Sprecherin der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag Marlene Mortler MdB:
„Mit der Reform der Hofabgabeklausel schaffen wir einen fairen Interessenausgleich zwischen Jung und Alt. Wir halten an der Hofabgabeklausel fest, weil sie einen geregelten und rechtzeitigen Übergang der Verantwortung auf die nächste Generation fördert. Das brauchen wir, um die Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft zu erhalten und auch in Zukunft junge Menschen für die Landwirtschaft zu gewinnen. Um es klar zu sagen: Nach 30 Jahren braucht ein landwirtschaftlicher Betrieb neuen Schwung, neue Tatkraft, neue Fachkompetenz und auch einen neuen Blick auf das, was notwendig ist. Außerdem bestätigen mir junge Landwirte immer wieder: Die Hofabgabeklausel schafft den Moment, in dem Eltern und Kinder darüber sprechen, wie es mit dem Betrieb weitergeht und wer wann die Verantwortung tragen soll.
Ebenso wichtig wie der Erhalt der Klausel war es mir aber, das bestehende System flexibler zu machen und unnötige Härten zu vermeiden. Nur so werden wir den berechtigten Interessen der Älteren gerecht. Wir haben die Hofabgabe flexibilisiert und den Rückbehalt, letztlich also das Nebeneinkommen gestärkt. Der dritte Reformbaustein liegt mir besonders am Herzen: Die Rente des einen Ehepartners wird von der Rente des anderen Ehepartners unabhängig. Das ist eine echte Errungenschaft für die Frauen in der Landwirtschaft, im Jahr 2016 aber auch eine absolute Notwendigkeit.“
Hintergrund:
Die Landwirtschaft verfügt über ein eigenes System der Alterssicherung. Bauern und Bäuerinnen erhalten eine Teilrente in Höhe von bis zu 660 Euro. Voraussetzung ist, dass die Landwirte ihren Hof nicht weiterführen, sondern abgeben.