Hebammen 07.06.2019
Hebammenausbildung wird reformiert
Baby
© picture alliance/Sina Schuldt/dpa

Der Bundestag hat beschlossen, die Ausbildung von Hebammen zu reformieren.

Hebammen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung von Frauen und Kindern während der Schwangerschaft, bei der Geburt, während des Wochenbetts und der Stillzeit. Die CSU im Bundestag ist sich dem gesellschaftlichen Beitrag von Hebammen bewusst. Die Sicherstellung einer flächendeckenden und qualitativ hochwertigen Hebammenversorgung ist für uns daher ein sehr wichtiges Anliegen.

Gestern haben wir im Bundestag daher für eine Reformierung der Hebammenausbildung gestimmt, wie sie auch der Deutsche Hebammenverband schon seit Langem gefordert hat. Bislang ist Hebamme ein Ausbildungsberuf, der an Hebammenschulen gelehrt wird. Diese können mit mittlerer Reife besucht werden. In Zukunft sollen Hebammen akademisch im Rahmen von Regelstudiengängen ausgebildet werden. Hiermit werden Neuerungen im Berufsrecht sowie dem medizinischen Fortschritt Rechnung getragen. Die Akademisierung stärkt die Hebammen zudem in der interprofessionellen Zusammenarbeit. Konkret ist ein neuer praxisorientierter Studiengang mit einer Dauer von sechs bis acht Semestern geplant. Zugangsvoraussetzung ist dann entweder eine zwölfjährige Schulzeit oder eine abgeschlossene Ausbildung in einem anderen Pflegeberuf. Dies ist hinsichtlich ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit erforderlich.

CSU-Gesundheitspolitikerin Emmi Zeulner macht in ihrer Rede deutlich, dass die künftige Regelung aber keinesfalls als Geringschätzung der derzeitigen Ausbildung gesehen werden darf. Zeulner: „Wir möchten auf keinen Fall die bestehenden Strukturen zerschlagen, sondern wollen die bestehenden Schulen mitnehmen.“

Das Gesetz bedarf noch der Zustimmung des Bundesrates. 
 

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