Pressemitteilung 04.12.2008
Deutschland würdigt das Schicksal der Heimatvertriebenen

Bayerische Vertriebenen-Vertreter zu Gast bei der CSU-Landesgruppe

Anlässlich der heute vom Deutschen Bundestag abschließend beratenen Gründung der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ und anlässlich ausführlicher Gespräche mit bayerischen Vertrieben-Vertretern in Berlin erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Hartmut Koschyk:

Die Stiftung ‚Flucht, Vertreibung, Versöhnung‘ bringt den langen Weg zur öffentlichen Anerkennung des Vertreibungsschicksals von Millionen Deutschen zu einem guten Abschluss. Die deutschen Heimatvertriebenen und ihre Geschichte kehren ins öffentliche Bewusstsein zurück.

Es waren die Unionsparteien, die im Jahr 2005 die Errichtung eines ‚Sichtbaren Zeichens gegen Vertreibung‘ im Koalitionsvertrag durchgesetzt haben. Mit der Stiftung ‚Flucht, Vertreibung, Versöhnung‘ wird der Auftrag aus dem Koalitionsvertrag ohne Wenn und Aber erfüllt.

Uns war es besonders wichtig, dass die Vertriebenen an der neuen Stiftung maßgeblich beteiligt werden. Ohne die Betroffenen selbst kann es kein öffentliches Erinnern geben. Dies haben wir erreicht: Der Bund der Vertriebenen wird mit drei Mitgliedern im Stiftungsrat vertreten sein.

Ohne das von Erika Steinbach im Jahr 2000 ins Leben gerufene ‚Zentrum gegen Vertreibungen‘ wäre der heutige Tag undenkbar. Die neue Stiftung ‚Flucht, Vertreibung, Versöhnung‘ ist die konsequente Umsetzung der Idee des ‚Zentrums gegen Vertreibungen‘. Für den unermüdlichen Einsatz gebührt ihr große Anerkennung.

Die CSU bleibt Anwalt der Anliegen der deutschen Vertriebenen und Aussiedler. Wir bekennen uns zum Menschenrecht auf Heimat und zum Anspruch der Vertriebenen auf moralische Wiedergutmachung. Diesen Anspruch setzen wir auch in Berlin in konkrete Politik um. Die Stiftung ‚Flucht, Vertreibung, Versöhnung‘ ist aus Sicht der CSU ein großer Erfolg.

Bayerische Vertriebenen-Vertreter zu Gast in der CSU-LandesgruppeDies haben auch führende bayerische Vertreter des Bundes der Vertriebenen anlässlich eines dreitägigen Hauptstadt-Besuchsprogramms heute gegenüber ihren Gesprächspartner der CSU-Landesgruppe anerkannt. Die Repräsentanten der verschiedensten Landsmannschaften waren in den letzten drei Tagen zu ausführlichen Gesprächen mit dem CSU-Landesgruppenvorsitzenden, Dr. Peter Ramsauer, dem Parlamentarischen Geschäftsführer, Hartmut Koschyk, und dem innenpolitischen Sprecher der CSU-Landesgruppe, Stephan Mayer, zusammen gekommen. Ein in den Gesprächen immer wieder vorgebrachtes Anliegen der vom Vorsitzenden des bayerischen BdV-Landesverbandes, Landrat Christian Knauer, angeführten Besuchergruppe war, dass es weiterhin großer Anstrengungen bedarf, die Erinnerung an das Vertreibungsschicksal vor allen in der jungen Generation wachzuhalten.