Pressemitteilung 04.09.2008
Vertriebene werden beim ‚sichtbaren Zeichen’ gegen Vertreibung maßgeblich beteiligt

Zum Bundeskabinett-Beschluss zur Errichtung der Stiftung 'Flucht, Vertreibung, Versöhnung' im Deutschen Historischen Museum

Zur heutigen Beschlussfassung des Bundeskabinetts über die Errichtung der Stiftung 'Flucht, Vertreibung, Versöhnung’ unter dem Dach des Deutschen Historischen Museums erklärt der innenpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer:

CSU und CDU treten seit Jahren für die Schaffung eines ‚Zentrums gegen Vertreibungen’ in Berlin ein. Der Beschluss der Bundesregierung zur Errichtung der Stiftung ‚Flucht, Vertreibung, Versöhnung’ ist deshalb ein großer Erfolg für die Union. Es war die Union, die dafür gesorgt hat, dass im Koalitionsvertrag die Errichtung eines Dokumentations- und Erinnerungszentrums als ‚sichtbares Zeichen’ gegen Vertreibungen festgeschrieben wurde. Die Schaffung der Stiftung ‘Flucht, Vertreibung, Versöhnung’ ist ein weiterer Schritt, dies in die Realität umzusetzen.

Ohne maßgebliche Mitwirkung und Mitgestaltung durch den Bund der Vertriebenen als die zentrale Organisation der deutschen Vertreibungsopfer und seine Präsidentin Erika Steinbach ist ein ‚Zentrum gegen Vertreibungen’ undenkbar. Der Bund der Vertriebenen wird deshalb mit drei Mitgliedern maßgeblich im Stiftungsrat vertreten sein. Es ist selbstverständlich, dass es allein der Bund der Vertriebenen ist, der darüber entscheidet, welche Mitglieder er in den Stiftungsrat entsendet.

Der Bund der Vertriebenen und Erika Steinbach haben entscheidenden Anteil daran, dass ein Ort der Erinnerung an die Vertreibungen nun Realität wird. Es war Erika Steinbach, die im Jahre 2000 durch die von ihr mit ins Leben gerufene Stiftung ‚Zentrum gegen Vertreibungen’ das Thema auf die politische Agenda gesetzt hat.

Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung am Ende des Zweiten Weltkriegs sind Teil der deutschen und europäischen Geschichte. Das ‘sichtbare Zeichen’ ist der Ausdruck dafür, dass das Leid und das Unrecht, das die deutschen Vertriebenen erlitten haben, als solche anerkannt werden. Das ‘sichtbare Zeichen’ soll ein Ort des wahrhaftigen Umgangs mit der Geschichte und des Dialogs und der Verständigung mit unseren östlichen Nachbarn werden.