Im Juni wurden in Polen zwei Kinder sowie eine Touristin von einem Raubtier gebissen. Eine Genanalyse hat nun gezeigt, dass es sich bei dem Angreifer eindeutig um einen Wolf handelte. Dazu erklärt die agrar- und umweltpolitische Sprecherin der CSU im Bundestag, Marlene Mortler, MdB: 

„Wer nach den bestätigten Wolfsangriffen auf Menschen noch immer glaubt, die Tiere seien harmlos, verkennt die Realitäten. Der Wolf ist und bleibt ein Raubtier. Das liegt in seiner Natur. Ideologische Scheuklappen bringen uns aus diesem Grund nicht weiter. Wir brauchen endlich ein vernünftiges Wolfsmanagement, um entschlossen handeln zu können.

Wir müssen die Ängste der Menschen vor der zunehmenden Ausbreitung des Wolfs, insbesondere im ländlichen Raum sehr ernst nehmen. Der Schutz des Menschen muss Priorität vor dem Artenschutz haben. Weil präventive Maßnahmen für den Herdenschutz nicht überall die gewünschte Wirkung entfalten, brauchen wir wolfsfreie Zonen. Die Regulierung der Bestände und damit auch die Entnahme von Tieren, insbesondere von verhaltensauffälligen Wölfen dürfen nicht weiter tabuisiert werden. Die Kosten, die den Weidetierhaltern durch die Ausbreitung der Wölfe sowohl durch präventive Maßnahmen als auch durch Risse entstehen, müssen vollumfänglich ausgeglichen werden. Ich bin davon überzeugt, dass nur durch ein sinnvolles Ineinandergreifen dieser Punkte sicherzustellen ist, dass die Rückkehr des Wolfes nicht noch mehr Probleme und Konflikte schafft.“
 

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