Zum jüngsten Einbruchs des Milchpreises und der aktuellen Debatte zur globalen Nahrungsmittelknappheit

Anlässlich des jüngsten Einbruchs des Milchpreises und der aktuellen Debatte zur globalen Nahrungsmittelknappheit erklärt der agrarpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Klaus Hofbauer:

Bayern verfügt mit seinen fleißigen Landwirten über einen hohen Versorgungsgrad. Wie wertvoll dieses dichte Erzeugernetz ist, spürt jeder Verbraucher in der derzeitigen Diskussion um die weltweite Nahrungsmittelknappheit. Wieder einmal zeigt sich, wie bedeutend die Bauern für unser Land sind. Um die Versorgungssicherheit auch langfristig gewährleisten zu können, brauchen wir stabile Preise. Die CSU-Landesgruppe unterstützt daher ausdrücklich die Forderung unserer Milchbauern nach einem fairen und kostendeckenden Milchpreis. Lange genug war die Durststrecke der letzten Jahre mit Dumpingmilchpreisen, die viele bäuerliche Existenzen zum Scheitern brachte.

Nach einem langersehnten Preisanstieg vor einigen Monaten bröckelt der Preis jetzt erneut. Schuld daran ist die kurzsichtige Politik der EU in Brüssel. Ein Anheben der Milchquote um zwei Prozent vor einigen Wochen hat unser Bundeslandwirtschaftsminister von Anfang vehement ablehnt. Horst Seehofer hat bei der Abstimmung im Agrarministerrat am 17. März gegen eine Quotenerhöhung gestimmt. Er hat das Risiko eines erneuten Milchpreisrutsches erkannt und eindringlich davor gewarnt.

Die CSU-Landesgruppe steht hinter dieser Entscheidung unseres Bundesministers. Wir sprechen uns vehement gegen kurzfristige politische Kurskorrekturen, wie die der Europäischen Union, aus. Wir können uns keine politischen Fehlentscheidungen auf Kosten unserer Milchbauern leisten.

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