30-jährige Erfolgsgeschichte von ERASMUS fortsetzen

Am heutigen Freitag berät der Bundestag über einen Antrag der Koalitionsfraktionen zum EU-Bildungs- und Austauschprogramm ERASMUS+. Hierzu erklären der Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Kretschmer, und die zuständige Berichterstatterin, Katrin Albsteiger:

Michael Kretschmer: „Nichts stärkt die europäische Identität mehr als persönliche Begegnung und gelebtes Miteinander über Ländergrenzen hinweg. Dafür steht auch ERASMUS+, Europas größtes Bildungs- und Austauschprogramm, das in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum feiert. Mit einem aktuellen Gesamtbudget von rund 15 Milliarden Euro fördert das Programm die Mobilität Lernender und unterstützt Menschen aller Altersstufen dabei, beschäftigungsrelevante und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Seit dem Start des Programms im Jahr 1987 haben fast 1,3 Millionen deutsche Studierende über ERASMUS eine Zeit lang in einem anderen europäischen Land studiert. Außerdem wurde das Förderangebot sukzessive für Auszubildende, Schüler, für die Erwachsenenbildung und die außerschulische Jugendarbeit ausgeweitet. Keine andere Initiative hat eine ganze Generation von Europäerinnen und Europäern so geprägt.

Gerade heute gilt mehr denn je: Wir brauchen weltoffene Bürgerinnen und Bürger, die Europa ernst nehmen und mit Weitblick und Vernunft gestalten. Deshalb setzen wir uns als Unionsfraktion mit Nachdruck dafür ein, die 30-jährige Erfolgsgeschichte von ERASMUS fortzuführen – für gute Bildung in Europa.“

Katrin Albsteiger: „Europa leistet schon jetzt viel für seine Bürgerinnen und Bürger. Viele Studierende und Auszubildende profitieren vom ERASMUS-Austausch während ihrer Ausbildung und lernen ‚Europa‘ so hautnah kennen. Hier müssen wir noch mehr investieren – vor allem in einer Zeit, in der der Zusammenhalt und die gemeinsamen Werte unseres Kontinents von rechtspopulistischen Kräften in vielen Ländern massiv in Frage gestellt werden. Deshalb setzen wir uns für einen künftigen Ausbau des europäischen Bildungs- und Austauschprogramms ERASMUS+ ein. Dabei wollen wir den Schwerpunkt verstärkt auch auf den Bereich der Mobilität von Auszubildenden legen: Bis 2020 sollten mindestens 10 Prozent der Auszubildenden während ihrer Ausbildung Auslandserfahrung sammeln.

Außerdem wollen wir erreichen, dass auch nach dem geplanten Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union der Austausch und die Mobilität mit allen an ERASMUS+ teilnehmenden Personen unter Beachtung der Grundprinzipien und -freiheiten der EU weiter offen und eng gestaltet werden.“

Hintergrund

ERASMUS+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der EU. Es ist mit einem Budget in Höhe von insgesamt etwa 14,8 Mrd. Euro ausgestattet. Mehr als vier Millionen Menschen in Europa – insbesondere Schüler und Studierende, Auszubildende, Lehrkräfte und junge Freiwillige – erhalten über den gesamten Programmverlauf von 2014 bis 2020 Stipendien und Zuschüsse für einen Aufenthalt zu Lernzwecken im Ausland. Bis zu 275.000 Studierende, 150.000 Auszubildende und 130.000 junge Menschen in Begegnungsmaßnahmen aus Deutschland können gefördert werden. Außerdem ermöglicht ERASMUS+ im Rahmen von Schulpartnerschaften Reisen und Auslandsaufenthalte von Schülern und Lehrkräften sowie europäische Lehrerfortbildungen. Mehr Informationen zum Thema unter: www.erasmusplus.de

Druckversion
Twitter
🐦