Der Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn, hat eine Diskussion zur Einführung einer Widerspruchslösung bei der Organspende gefordert. Dazu erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der CSU im Deutschen Bundestag, Stephan Stracke, MdB:

„Um die Zahl der Organspenden zu erhöhen, müssen wir die Strukturen der Organtransplantation verbessern. 

Durch die Organspendeskandale der vergangenen Jahre wurde viel Vertrauen bei den Bürgerinnen und Bürgern zerstört. Um die Zahl der Organspenden zu erhöhen, muss deshalb die Wiederherstellung von Vertrauen in die Strukturen der Organspende unser Ziel sein. Eine Debatte um die Widerspruchslösung wirkt dabei nicht vertrauensbildend, denn der freiwillige Charakter einer Organspende soll damit abgeändert werden. 

Die Entwicklung zum Beispiel in Spanien zeigt, dass die Einführung einer Widerspruchslösung allein nicht zwingend zur Erhöhung der Organspenden beiträgt. Entscheidend ist, dass die Strukturen der Organspende stimmen. Nur so wird das notwendige Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Organspende wiedererlangt. 

Mit dem jetzt vorliegenden Entwurf eines Gesetzes für bessere Zusammenarbeit und bessere Strukturen bei der Organspende wird ein erster wichtiger Schritt gemacht. Die Umsetzung der Vereinbarungen des Koalitionsvertrags zu verbindlichen Freistellungsregelungen für Transplantationsbeauftragte und die Verbesserung der finanziellen Voraussetzungen der Organentnahme werden dazu beitragen, die Strukturen entscheidend zu verbessern und die Zahl der Organspenden deutlich zu erhöhen.“ 

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