Einbürgerung fördert Integration

Autoren: 
Hartmut Koschyk

Einbürgerung fördert Integration

Symbolische Überreichung von Einbürgerungsurkunden ist Zeichen der Ermutigung an ausländische Mitbürger

Den neuen Staatsbürgern ist herzlich zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit zu gratulieren. Ich begrüße es, dass Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel mit der symbolischen Urkundenüberreichung ein Zeichen der Ermutigung an ausländische Mitbürger aussendet, sich um die deutsche Staatsbürgerschaft zu bemühen.
Einbürgerung ist der Abschluss erfolgreicher Integration in unsere Gesellschaft. Sich um Integration zu bemühen, liegt im ureigenen Interesse der Zuwanderer selbst. Die Möglichkeit des Erwerbs der deutschen Staatsbürgerschaft ist eine Einladung, sich bestmöglich um Integration zu bemühen. Deshalb ist es wichtig, dass Deutschland auch klar definiert, welche Integrationsleistungen es von Einbürgerungswilligen erwarten. An allererster Stelle steht die deutsche Sprache. Volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist ohne Deutschkenntnisse nicht denkbar. Das war und bleibt die klare Position der Union.
Wichtig ist auch, dass sich Einbürgerungswillige mit den Lebensverhältnissen in Deutschland beschäftigen. Mit dem bundeseinheitlichen Einbürgerungstest haben wir dem Rechnung getragen.
Eine generelle doppelte Staatsangehörigkeit lehnen wir eindeutig ab. Die doppelte Staatsangehörigkeit trägt nicht zur Verbesserung der Integration von Zuwanderern bei. Wer deutscher Staatsbürger werden will, von dem kann ein eindeutiges „Ja“ zu Deutschland und die Abgabe seiner alten Staatsangehörigkeit erwartet werden. Eine generelle doppelte Staatsangehörigkeit birgt stattdessen die Gefahr von Loyalitätskonflikten und erschwert die Identifikation mit Deutschland als neuer Heimat. Nur in besonderen Fällen wie im Falle des engen Staatenverbunds der Europäischen Union ist eine doppelte Staatsangehörigkeit denkbar.