Zur Entscheidung der EU-Kommission, Frankreich weitere zwei Jahre Zeit zu geben, um die Neuverschuldung auf unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken, sagt der haushalts- und finanzpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundest

„Die Kommission handelt in einer für die Eurozone äußerst sensiblen Zeit extrem kontraproduktiv. Mit der Entscheidung, Frankreich ein drittes Mal mehr Zeit zu geben, das Defizitziel zu erreichen, schleift sie dem Stabilitäts- und Wachstumspakt die Krallen. Und das zu einem Zeitpunkt, wo der Fall Griechenland gerade wieder deutlich macht, wie wichtig es für die Eurozone wäre, dass ihre Mitgliedsländer sich an die vereinbarten Regeln halten. Gefährlich ist es zudem, mit zweierlei Maß zu messen. Wenn man bei großen Ländern die Zügel locker lässt, düpiert man die Reformanstrengungen der kleineren Länder.“

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