Wir müssen mehr machen, um Kinder und Jugendliche vom Griff zur Zigarette abzuhalten
Nach der Anhörung zur Umsetzung der EU-Tabakproduktrichtlinie im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft erklärt die Sprecherin der CSU-Landesgruppe für Ernährung und Landwirtschaft, Marlene Mortler MdB:
„Rauchen schadet – darüber bestehen keine Zweifel. Als Jugendlicher oder junger Erwachsener findet man es vielleicht hip zu rauchen, doch irgendwann kommt die Rechnung. Nach Aussage von Experten verursacht das Suchtmittel in Deutschland jedes Jahr Kosten in Höhe von 80 Milliarden Euro für das Gesundheitssystem. Da kann und darf man nicht wegsehen! Wir müssen mehr machen, um Kinder und Jugendliche vom Griff zur Zigarette abzuhalten. Die Experten haben heute noch einmal deutlich gemacht, wie groß der Handlungsbedarf ist.
Sie bestätigen auch, dass es Sinn macht, auf Verpackungen mit Schockbildern zu warnen. Es ist zudem dringend notwendig, einen Rahmen für die Verwendung von E-Zigaretten zu schaffen. Ich fordere deshalb dazu auf, den vorliegenden Gesetzentwurf schnell zu verabschieden. Klar geworden ist aber auch, dass wir beim Thema Tabakwerbung mehr machen müssen als der vorliegende Gesetzentwurf vorsieht. Im Moment ist Deutschland das einzige Land in der EU, in dem noch auf Bahnsteigen oder öffentlichen Plätzen für Tabakprodukte geworben werden darf. Dabei wissen wir: Diese Werbung hat nachweislichen Einfluss auf das Rauchverhalten von Kindern und Jugendlichen. Wir müssen diese Praxis beenden.“
Hintergrund:
Deutschland ist verpflichtet, bis zum 20. Mai 2016 die Tabakproduktrichtlinie in deutsches Recht umzusetzen. Der entsprechende Gesetzentwurf wird zurzeit im Deutschen Bundestag beraten.
Druckversion