Abschluss der Welthandelsrunde wieder in die Ferne gerückt

Zum Scheitern der Potsdamer Tagung der „Gruppe der 4“ erklärt der entwicklungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Christian Ruck MdB:

Mit dem Verlassen der G 4 Gespräche durch Brasilien und Indien ist ein Abschluss der Welthandelsrunde wieder in die Ferne gerückt.

Wohlstand und Stabilität auf unserem Globus werden sich nur erreichen lassen, wenn sich alle bewegen und die Entwicklungsländer tatsächlich eine echte Chance erhalten, am Welthandel teilzunehmen. Nur so wird es gelingen können, nachhaltiges Wirtschaftswachstum zur Überwindung der Armut zu erreichen. Es liegt in unserem und im europäischen Interesse, baldmöglichst die Verhandlungen für einen freien und vor allem fairen Welthandel abzuschließen. Europa hat sich bereits bewegt, wir sollten weitere Spielräume ausloten.

Auch die Schwellenländer müssen sich fragen lassen, ob weitere Verzögerungen oder gar ein Scheitern der Doha Runde wirklich in ihrem Interesse sein kann. Mit den Beschlüssen von Heiligendamm zur Entwicklungsfinanzierung und zu guter Regierungsführung wurden wichtige Rahmenbedingungen für erfolgreiches Wirtschaftswachstum in Entwicklungsländern geschaffen. Nun gilt es, auch die Handelsfrage voranzutreiben, damit sich die Kräfte in Entwicklungsländern frei entfalten können. Dazu ist auch mehr Bewegung bei den Schwellenländern erforderlich.

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