Mit dem geplanten Infrastruktur-Zukunftsgesetz sollen Planungs- und Genehmigungsverfahren in Deutschland vereinfacht, digitalisiert und beschleunigt werden. In seiner Bundestagsrede betont Stephan Stracke (CDU/CSU), dass leistungsfähige Verkehrswege eine zentrale Voraussetzung für wirtschaftliche Stärke, Klimaschutz und gleichwertige Lebensverhältnisse sind.
Bis 2030 sind umfangreiche Investitionen in die Sanierung von Straßen und Schienen vorgesehen. Ziel ist es, bestehende Infrastruktur zu modernisieren, Projekte effizienter umzusetzen und Planungssicherheit für Bürger, Kommunen und Unternehmen zu schaffen.
Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren!
Heute geht es um die Zukunft der Verkehrsinfrastruktur. Wir wollen moderne, leistungsfähige Verkehrswege, die den Mobilitätsbedürfnissen und -erfordernissen der Menschen und der Wirtschaft in unserem Land Rechnung tragen. Dafür sorgen wir jetzt mit einem grundlegenden Modernisierungsschub bei der Planung und Genehmigung von Verkehrsprojekten. Dieser Schub ist auch dringend erforderlich; denn wir stehen uns mit komplizierten Planungs- und Genehmigungsverfahren häufig selbst im Weg.
Das ändern wir jetzt, indem wir Verfahren vereinfachen, digitalisieren und erheblich beschleunigen. Schneller planen und genehmigen heißt: schneller bauen, kostengünstiger bauen und damit mehr Tempo für eine starke und leistungsfähige Infrastruktur. Dafür sorgen wir als Koalition.
Ich bedanke mich ausdrücklich bei unserem Verkehrsminister Patrick Schnieder. Danke schön für die Initiative und für die Tatkraft, mit der Sie dieses Gesetzeswerk jetzt auf den Weg gebracht haben. Wir unterstützen Sie gerne dabei.
Jetzt wird gleich wieder kritisiert: Alles ist gleichwertig. – Und dann kommen, wie üblich, die typischen Reflexe der Grünen zum Vorschein. Staatsministerin Eder hat es gesagt: Hier wird nicht nur Priorität auf die Schiene gelegt, sondern auch auf die Straße. – O mein Gott, wie schlimm ist das denn?
Tatsächlich begehen Sie wieder den gleichen Fehler wie beim Heizungsgesetz, indem Sie ideologische Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit geben, indem Sie übergriffig sind, indem Sie bevormunden und sagen: Es gibt eine gute Mobilität, und es gibt eine schlechte Mobilität.
Schlechte Mobilität ist bei Ihnen die Straße; das ist die Realität.
Das hat mit den Bedürfnissen und der Lebensrealität der Menschen doch gar nichts zu tun.
Wenn die Staatsministerin hier sagt, sie wolle eine grüne Infrastruktur mit grünen Bändern und vielem mehr, dann sage ich: Ja, auch wir wollen eine intakte Natur und Naturschutz – selbstverständlich –;
aber wir wollen auch unsere Verkehrswege modern und zukunftsfähig gestalten.
Daher machen wir jetzt dieses Infrastruktur-Zukunftsgesetz, meine sehr verehrten Damen und Herren.
Es ist doch auch komplett falsch, zu sagen, wir würden jetzt einseitig auf Neubau setzen. Das Gegenteil ist richtig: 166 Milliarden Euro geben wir bis 2030 für den Bereich der Sanierung aus.
Das ist eine erhebliche Summe, und es setzt auch die Priorität zunächst klar auf den Bereich der Sanierung. Neubau soll dabei aber auch nicht zu kurz kommen.
Dann wird kritisiert, das Verbandsklagerecht werde eingeschränkt. Ja, es wird eingeschränkt – nicht mit diesem Gesetz, aber wir wollen das tun.
Denn nur derjenige, der sich bei Umweltprojekten von Anfang an beteiligt, soll in Zukunft auch klagen dürfen. Das ist doch nur nachvollziehbar; denn es darf doch nicht sein, dass Verkehrsprojekte einfach nur um des Verzögerns willen verzögert werden.
Wir müssen diese Dinge auf den Punkt bringen.
Dann kritisiert die Staatsministerin hier, dass der vor-zeitige Maßnahmenbeginn jetzt rechtssicher ausgestaltet werden soll. Das wird von Ihnen, Frau Ministerin, kritisiert. Was mich wundert: Am 4. Dezember 2025 hat der Bundeskanzler zusammen mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder die Föderale Modernisierungsagenda beschlossen. Teil dieser Agenda sind auch Maßnahmen wie die rechtssichere Ausgestaltung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns. Sie kritisieren das, was Sie als Regierungschefs an dieser Stelle beschlossen haben.
Da sieht man: Immer wenn es konkret wird, machen Sie sich aus ideologischen Gründen vom Acker. Stehen Sie einfach mal dazu, was Ihr eigener Regierungschef mit beschlossen hat!
Das zeigt: Wir machen hier richtige Politik und setzen die Punkte richtig, damit wir eine moderne und zukunftsfähige Infrastruktur haben.