'Jeder kann stolz sein,Teil der Friedensunion Europas zu sein'
Gerda Hasselfeldt hält Gedenkrede auf zentraler Gedenkfeier zum Volkstrauertag
Die deutsch-französische Aussöhnung als eine der wichtigsten Lehren aus der Vergangenheit hat die CSU-Landesgruppenvorsitzende, Gerda Hasselfeldt, in ihrer Gedenkrede in der zentralen Gedenkstunde des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge gewürdigt. Die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich sei die Basis eines einzigartigen und dauerhaften Friedens- und Integrationsprozesses in Europa, auf diese Union könne jeder Bürger stolz sein. Sich der Opfer von Krieg, Terror und Gewalt der Vergangenheit wie der Gegenwart zu erinnern, sei die Aufgabe des Volkstrauertages, so Gerda Hasselfeldt, die ausdrücklich auch die im Auslandseinsatz getöteten Soldaten der Bundeswehr und ihre Angehörigen in das Gedenken mit einbezog. An der Gedenkstunde im Plenarsaal des Bundestages nahmen neben Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auch der Bundespräsident, der Bundestagspräsident, der derzeit amtierende Bundesratspräsident sowie der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes teil. Die Bundesregierung wurde durch den Verteidigungsminister vertreten.
Europas starkes Fundament sichert Freiheit und Demokratie
„Nie wieder Krieg – diese Sehnsucht ist in der Mitte Europas Wirklichkeit geworden und hat uns seit vielen Jahrzehnten Frieden gesichert. Dies war, ist und bleibt die Grundlage der europäischen Einigung“, erinnerte Gerda Hasselfeldt in ihrer Gedenkrede: „Die europäische Einigung ist nicht selbstverständlich. Die derzeitigen Dis¬kussionen über die Zukunft Europas und des Euro haben bei dem Einen oder Anderen gelegentlich trotz aller friedlichen Entwicklungen längst verschüttet geglaubte Ressentiments wieder zum Vorschein ge¬bracht.“ Umso wichtiger sei es, sich der Vision eines dauerhaft friedlich geeinten Europas weiterhin verpflichtet zu fühlen und mit Zuversicht und Weitblick gemeinschaftlich am Haus Europa weiterzubauen. „Das Haus Europa hat ein starkes Fundament: Das Fundament sind die gemeinsamen Werte, die Europa bei all seiner Vielfalt und regionaler Besonderheiten einen. Es ist dieses Fundament, das unsere Freiheit und unsere Demokratie garantiert und das wir pflegen und verteidigen müssen“, so Gerda Hasselfeldt

Fotos zum Volkstrauertag: Deutscher Bundestag / Achim Melde
′Der EURO hat gemeinschafts- und damit friedensstiftende Funktion′
Zur Vision eines starken Europas der Zukunft gehöre auch die Stabilisierung unserer gemeinsamen Währung: „Der Euro ist mehr als nur ein Zahlungsmittel. Er ist Bestandteil unseres gemeinsamen europäischen Weges und hat damit gemeinschafts- und friedensstiftende Funktion“, erläuterte Gerda Hasselfeldt in der Gedenkrede. „Nur ein wirtschaftlich und politisch geeintes Europa wird sich im globalen Wettbewerb behaupten können, nicht aber einzelne Nationalstaaten. Und nur ein geeintes Europa wird in der Lage sein, auf der Bühne der Weltpolitik ein angemessenes Gewicht in die Waagschale zu werfen. Letztlich wird das Projekt Europa darüber entscheiden, ob wir Europäer zukünftig in der Welt als aktive Mitspieler oder nur als Statisten auftreten.“
′Jeder ist Teil der Friedensunion Europas und kann stolz darauf sein′
Das „Haus Europa“ in diesem Sinne weiter auszubauen, sei die Aufgabe der jetzigen und kommenden Generationen. „Es ist an uns, das Bewusstsein der Jugend dafür zu stärken, wie wertvoll und unumkehrbar die europäischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte sind. Wir müssen trotz gelegentlicher Rückschläge die junge Generation immer wieder ermutigen, das Projekt Europa mit Zuversicht und Tatkraft fortzuentwickeln“, appellierte Gerda Hasselfeldt. In diesem Sinne sei aktuell die Verleihung des Friedensnobelpreises an Europa eine besondere Ermutigung. Sie sei nicht nur Anerkennung für die europäischen Institutionen, sondern Auszeichnung für jeden einzelnen europäischen Bürger für seinen Einsatz im Interesse der europäischen Sache. „Jeder von ist Teil der Friedensunion Europas und kann stolz darauf sein. Denn das ist das höchste Gut all unseres Arbeitens und Strebens, dass Frieden zum Wohle der Menschen herrsche. Dieses hohe Gut auch für zukünftige Generationen zu bewahren, dazu mahnt uns der heutige Tag“, so Gerda Hasselfeldt.