Pressemitteilungen

Montag, 24. Oktober 2011
Ingbert Liebing, Dr. Christian Ruck
Bildung und Forschung

Meeresnutzung und Meeresschutz zu einem wirksamen Ausgleich bringen

Auf europäischer und globaler Ebene die richtigen Weichen stellen
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat am Montag einen Kongress zum Meeresschutz veranstaltet. An der Veranstaltung mit Titel „Rio + 20: Gehen die Meere unter? Neue Impulse für den internationalen Meeresschutz“ nahmen zahlreiche Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft teil. Zum Meeresschutz erklären der stellvertretende Vorsitzende der CSU/CSU-Bundestagsfraktion, Christian Ruck, und der zuständige Berichterstatter Ingbert Liebing:

„Um die Meere ist es schlecht bestellt. Überfischung, illegale Fischerei und zerstörerische Fischereipraktiken tragen genauso zur Störung des ökologischen Gleichgewichts bei wie die Verschmutzung der Meere durch Schadstoffe und ihre Belastung mit Nährstoffen. Die Erwärmung der Meere infolge des Klimawandels, die Übersäuerung durch den Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre und die Zerstörung von Korallenriffen stellen uns weltweit vor enorme Herausforderungen.

Ein umfassender Schutz der Meere ist unerlässlich – aus ethischen, ökologischen und ökonomischen Gründen. Dafür müssen auf europäischer und globaler Ebene die richtigen Weichen gestellt werden. Wir brauchen eine nachhaltige Meerespolitik, zu der eine umweltverträglichere Fischerei ebenso beitragen muss wie eine schonende Ressourcennutzung, eine umfassende Meeresforschung und der Ausbau eines umweltschonenderen Schifftransports.

Bei der Meeresnutzung gibt es viele unterschiedliche und berechtigte Interessen. Um die damit verbundenen Nutzungskonflikte zu lösen, ist ein fairer Interessenausgleich nötig. Deutschland ist durch die engräumige Situation in Nord- und Ostsee in besonderem Maße gezwungen, kreative und intelligente Lösungsansätze zu finden. Mit seiner weltweit renommierten meereswissenschaftlichen Kapazität und seiner innovativen Wirtschaft kann Deutschland Vorreiter für den globalen Meeresschutz sein.

Das von der Bundesregierung im „Entwicklungsplan Meer“ in diesem Jahr formulierte Ziel, Nord- und Ostsee zu den saubersten, sichersten und am nachhaltigsten genutzten Meeren der Welt zu machen, ist ein hoher Anspruch. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion will mit ganzer Kraft dazu beitragen, dass dieses Ziel erreicht wird.

Bei der bevorstehenden Rio-Folgekonferenz muss ein neuer Anlauf zu einem wirksamen weltweiten Schutz des Lebensraums Meer unternommen werden. Das ehrgeizige Ziel eines globalen Meeresschutzabkommens, eines „Kyoto-Abkommens für die Meere“, darf nicht aus den Augen verloren werden.“

 

Hintergrund:

An dem Kongress „Rio + 20: Gehen die Meere unter? Neue Impulse für den internationalen Meeresschutz“ nahmen neben zahlreichen Experten auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesumweltminister Norbert Röttgen und die EU-Kommissarin für maritime Angelegenheiten und Fischerei, Maria Damanaki, teil.

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