Pressemitteilungen

Dr. Georg Nüßlein
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Montag, 30. August 2010
Wirtschaft und Mittelstand

Kernenergie als Brückentechnologie unverzichtbar

Versachlichung der Diskussion
Anlässlich der heute veröffentlichten Studie über Energieszenarien für ein Energiekonzept der Bundesregierung erklärt der energie- und wirtschaftspolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Dr. Georg Nüßlein:
Die heute von führenden Forschungsinstituten veröffentlichte Studie über Energieszenarien für ein Energiekonzept der Bundesregierung ist ein Beitrag zur Versachlichung der Diskussion.

Sie bestätigt unsere Einschätzung, dass ein volkswirtschaftlich vernünftiger Energiemix in den nächsten Jahren nicht ohne Kernkraft auskommen kann. Zehn bis fünfzehn Jahre länger als geplant sollten die deutschen Kernkraftwerke am Netz bleiben, um das Zeitalter der erneuerbaren Energien endgültig einläuten zu können, legen die renommierten Wissenschaftler der an der Studie beteiligten Institute nahe.

Sie kommen zu diesem Ergebnis trotz optimistischer Szenarioannahmen beispielsweise für den Ausbau von Netzinfrastruktur, für Speicherentwicklung oder für Marktreife von CCS (Carbon Capture and Storage-Technology) im Jahr 2025. Auch dies unterstreicht die Notwendigkeit, den Ausstieg zu verschieben. Damit dies gelingt, muss unser Land deutlich technologiefreundlicher werden.

Im Vergleich zum Szenario ohne Laufzeitverlängerung kommen alle anderen Szenarien zu dem Ergebnis, dass eine Laufzeitverlängerung auch bei hohen Nachrüstkosten preisdämpfend wirkt, das Wirtschaftswachstum erheblich stützt und die Erfüllung der Klimaschutzziele erleichtert.

Sobald die Dauer der Laufzeitverlängerung feststeht, muss über die Höhe der staatlichen Abschöpfung von Zusatzgewinnen nochmals verhandelt werden. Ziel ist es, die Abschöpfung im Sinne einer Ökodividende auch für die Erforschung alternativer Energiegewinnung und Energieeffizienz einzusetzen.