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Stephan Mayer
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Freitag, 10. Juni 2011
Innen- und Rechtspolitik

Gesichtserkennung nur optional

Daten vor unberechtigten Zugriffen schützen
Facebook hat in dieser Woche eine automatische Gesichtserkennungssoftware für alle Nutzer freigeschaltet. Dazu erklärt der innen- und rechtspolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer:
Dass Facebook nun offensichtlich über 700 Millionen biometrische Daten verfügt, bereitet mir große Sorge. Denn bereits in der Vergangenheit sind auch bei Facebook immer wieder Sicherheitslücken entdeckt worden. Die nunmehr angehäufte Menge und Qualität an Daten bergen ein enormes Missbrauchspotenzial. Die Daten müssen daher größtmöglich vor unbe-rechtigten Zugriffen geschützt werden.

Auch den Ärger über das Vorgehen von Facebook, die Gesichtserkennung als vor-eingestellte Funktion einzuführen, teile ich. Hier hätte ich mir eine deutlich höhere Sensibilität und eine bessere Aufklärung der Nutzer durch das Unternehmen gewünscht. Wenn überhaupt, sollte eine Gesichtserkennung nur auf ausdrücklichen Wunsch des Nutzers möglich sein.

Hintergrund:

Facebook hat diese Woche eine neue Funktion freigeschaltet, die automatisch Gesichter anhand von biometrischen Daten erkennt. Die Funktion soll den Nutzern helfen, ihre privaten Fotos besser verwalten zu können. Sie ist bei jedem Nutzer automatisch vor-eingestellt.

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