Montag, 21. September 2009
Außen-/ Verteidigungspolitik
Geplante US-Einreisegebühr kein Ruhmesblatt
Von den USA geplante Einreisegebühr wird dem engen, freundschaftlichen Verhältnis zwischen Deutschland und den USA nicht gerecht
Zu Überlegungen in den USA zur Einführung einer Einreisegebühr für Touristen erklärt der innenpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer:
Eine Einreisegebühr für europäische Touristen wäre für die USA kein Ruhmesblatt. Die USA sind eines der beliebtesten Reiseziele für deutsche Touristen. Allein im Jahr 2008 besuchten knapp 1,8 Millionen Deutsche die Vereinigten Staaten. Zwischen Menschen und Unternehmen in Europa und den USA gibt es zahlreiche und gute Kontakte. Die von den USA geplante Einreisegebühr wird diesem engen, freundschaftlichen Verhältnis nicht gerecht. Das Verständnis füreinander lebt vom direkten Austausch und dem persönlichen Kennenlernen der Menschen. Wir brauchen deshalb mehr - und nicht weniger - persönliche Kontakte über den Atlantik hinweg. Ich appelliere an den US-Kongress, auf die Einreisegebühr zu verzichten.
Ich freue mich, dass sich Bundesinnenminister Schäuble auch auf europäischer Ebene dafür einsetzt, dass die USA die geplante Gebühr noch einmal überdenken.