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Donnerstag, 21. Juli 2011

Gegen die Verharmlosung von DDR-Unrecht

Roland Jahn in Kloster Banz
Am Donnerstagabend war Roland Jahn Gesprächspartner der christlich-sozialen Bundestagsabgeordneten anlässlich ihrer Sommer-Klausurtagung in Kloster Banz. Der Chef der Stasi-Unterlagenbehörde sprach sich eindrücklich und deutlich für eine Fortsetzung der DDR-Aufarbeitung aus.
Im Dialog mit der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag sprach sich der Chef der Stasi-Unterlagenbehörde, Roland Jahn, in aller Klarheit für eine Fortsetzung der Aufarbeitung des DDR-Unrechtsstaates aus. Dabei handle es sich für ihn um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie müsse einerseits den Bereich der persönlichen Einzelschicksale umfassen und zweitens die Mechanismen aufzeigen, die ein Funktionieren der DDR über Jahrzehnte ermöglichten.

Jahn sprach sich in diesem Zusammenhang auch für eine Erweiterung des überprüfbaren Personenkreises aus. Es gehe darum, Transparenz herzustellen. Schließlich wolle der Bürger dem öffentlichen Dienst und dem Staat vertrauen können. Ein solches Vertrauen könne durch die gesetzliche Möglichkeit zur Überprüfung von Bediensteten im öffentlichen Dienst auf eine mögliche Stasi-Vergangenheit hergestellt werden.