Freitag, 19. Dezember 2008
Feuerwehrführungskräfte aus Bayern zu Besuch in Berlin
Eine 50-köpfige Delegation von Feuerwehrführungskräften aus allen Regionen Bayerns war in dieser Woche zu Gast in Berlin. Im Rahmen des Besuchsprogramms auf Einladung der CSU-Landesgruppe wurde vor allem das Thema Feuerwehrführerschein problematisiert.
Die Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und andere Hilfsorganisationen haben immer mehr Schwierigkeiten, ausreichend Fahrer für ihre Einsatzfahrzeuge zu finden. Grund ist das europäische Führerscheinrecht. Die Grenze zwischen der Pkw-Führerscheinklasse und der Lkw-Führerscheinklasse verläuft bei 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht. Viele moderne Einsatzfahrzeuge haben aber ein höheres Gesamtgewicht. Angehörige von Feuerwehr, die heute den Pkw-Führerschein der Klasse B erwerben, dürfen solche Fahrzeuge nicht fahren. Ähnlich sieht es im Rettungsdienst oder beim Technischen Hilfswerk aus. Den Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen wird deshalb bald ein Fahrermangel drohen. Die CSU-Landesgruppe unterstützt deshalb die Forderung der Bayerischen Feuerwehren nach einer Sonderregelung für Führerscheine von Angehörigen von Feuerwehr und Katastrophenschutz. Sie wird die Initiative der Bayerischen Staatsregierung gegenüber dem SPD-geführten Bundesverkehrsministerium nachhaltig unterstützen, die eine Ausnahmeregelung für Fahrzeuge bis zu einer Gesamtmasse von 4,25 t vorsieht.