Pressemitteilungen

Mittwoch, 2. März 2011
Michael Kretschmer, Albert Rupprecht
Bildung und Forschung

Erstklassige Herausforderer für die zweite Phase der Exzellenzinitiative ausgewählt

Eliteförderung ist das Gegenteil von Regionalproporz
Am Mittwoch hat die Gemeinsame Kommission von Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) und Wissenschaftsrat (WR) für die zweite Phase der Exzellenzinitiative aus 227 eingereichten Projektvorschlägen von 65 Hochschulen 59 Skizzen für die entscheidende letzte Runde ausgewählt.
Hierzu erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Michael Kretschmer:
„Eliteförderung ist das Gegenteil von Regionalproporz: Die Exzellenzinitiative will die gezielte Bestenauswahl, das führt automatisch dazu, dass im Hochschulsystem in Deutschland Starke und Schwache unterscheidbarer werden. Das ist von der christlich-liberalen Koalition genau so gewollt. Den Aufbau regionaler Stärken will und kann diese Initiative nicht leisten, dafür müssen die Bundesländer eigene Landesexzellenzinitiativen auflegen, was einige schon mit gutem Erfolg getan haben.“
 
Der forschungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Albert Rupprecht erklärt:
„Die christlich-liberale Koalition setzt mit der Exzellenzinitiative eine Erfolgsgeschichte fort. Man darf gespannt sein, wie sich die nun ausgewählten 59 Neubewerber gegenüber den Fortsetzungsanträgen der Gewinner aus der ersten Phase schlagen werden. Wir wollen am Ende nur die Besten fördern. Daher gilt: Es wird Aufsteiger, es kann aber auch Absteiger geben.“
 
Hintergrund:
Die Exzellenzinitiative hat seit 2005 mit ihren drei Förderlinien Aufbruchsstimmung und Dynamik in die deutsche Hochschullandschaft gebracht. In der ersten Phase von 2006 bis 2011 wurden
  • 39 Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
  • 37 Exzellenzcluster zur Förderung der Spitzenforschung und
  • 9 Zukunftskonzepte zum projektbezogenen Ausbau der universitären Spitzenforschung
mit 1,9 Mrd. € von Bund (75%) und Ländern (25%) gefördert. Durchgeführt wird die Initiative gemeinsam von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Wissenschaftsrat (WR).

Im Juni 2009 haben Bund und Länder die Fortsetzung der Exzellenzinitiative bis 2017 beschlossen. Die Gesamtfördersumme für diesen Zeitraum wird 2,7 Mrd. Euro betragen. Bis zum Stichtag 01. September 2010 wurden 227 Projektskizzen von 65 Hochschulen eingereicht. Davon entfielen 98 auf Graduiertenschulen, 107 auf Exzellenzcluster und 22 auf Zukunftskonzepte.

Die 59 Gewinnerskizzen (25 für Graduiertenschulen, 27 für Exzellenzcluster, 7 für Zukunftskonzepte) treten nun mit ausformulierten Anträgen (Frist: 01. September 2011) gegen die Fortsetzungsanträge der ersten Phase der Initiative um die endgültige Förderung an. Die Entscheidung wird im Bewilligungsausschuss am 15.Juni 2012 fallen. Die Förderung der Gewinner soll am 01. November 2012 beginnen.
 

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