Freitag, 7. Mai 2010
Eine Mahnung für nachfolgende Generationen
Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Dr. Hans-Peter Friedrich, zu Besuch in der Gedenkstätte Hohenschönhausen
Gemeinsam mit der 10. Klasse der Realschule Hilpoltstein stattete der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Dr. Hans-Peter Friedrich, der Gedenkstätte Berlin-Höhenschönhausen einen dreistündigen Besuch ab.
Dr. Hans-Peter Friedrich zeigte sich, ebenso wie die zu ihrer Abschlussfahrt angereisten bayerischen Schüler, tief betroffen vom in der ehemaligen Stasi-Haftanstalt dokumentierten Unrecht: „Ein Besuch in der Gedenkstätte Hohenschönhausen ist eine erschütternde Erfahrung.“
Die vom Bund und vom Land Berlin je zur Hälfte getragene Stiftung ermöglichte es bisher 1,7 Millionen Gästen aus der ganzen Welt, sich ein Bild des in der ehemaligen DDR um sich greifenden Unrechts zu verschaffen. Die Staatssicherheit übernahm das ab 1946 von der sowjetischen Besatzungsmacht geführte „Speziallager“ 1951, um dort insbesondere politische Gefangene zu inhaftieren. Noch heute führen ehemalige Häftlinge durch die Anlage und berichten von der ihnen dort zugefügten physischen und psychischen Folter.
Anschauliche Berichte des Gedenkstättendirektors Hubertus Knabe und eines ehemals Inhaftierten verschafften Dr. Hans-Peter Friedrich und den Schülern der Realschule Hilpoltstein ein bedrückendes Bild von den Zuständen in Hohenschönhausen vor 1989. Im Anschluss daran diskutierte der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe mit den Schülern über den heutigen Umgang mit der DDR.

Dr. Hans-Peter Friedrich im Gespräch mit Schülern der Realschule Hilpoltstein
Dr. Hans-Peter Friedrich griff die Betroffenheit der Schülerinnen und Schüler auf, indem er erklärte: „Hier wird sehr deutlich, wie menschenverachtend und brutal das von der SED getragene Unrechtsregime der DDR mit allen umging, die die Alleinherrschaft der Kommunisten kritisierten. Hier sollte jegliche Form von Widerstand gegen die SED und die Staatssicherheit ausgeschaltet werden. Ich kann nur jedem empfehlen, sich hier ein Bild vom wahren Wesen der kommunistischen Diktatur zu machen. Das ist die beste Vorbeugung gegen jede verharmlosende DDR-Nostalgie.“
Ministerpräsident Horst Seehofer musste seine geplante Teilnahme an dem Besuch wegen der Bundesrats-Beratungen zur Stabilisierung des Euro kurzfristig absagen. Horst Seehofer lobte in einem Grußwort das Interesse der Schüler am Unrechtssystem der DDR-Diktatur: „Wir brauchen in unserem Land die Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit. Dafür ist Berlin-Hohenschönhausen ein wichtiger Erinnerungsort. Dass die Besuchergruppen aus Bayern bei den Besucherzahlen an der Spitze stehen, sehe ich als ein gutes Signal.“