Kongress: Zivil-Militärische Zusammenarbeit – Ein Bündnis mit Zukunft?
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die veränderte Sicherheitslage am Beginn des 21. Jahrhunderts bringt für alle deutschen Organisationen, die in Krisengebieten aktiv sind, neue Herausforderungen mit sich. Durch die Komplexität von Aufgaben wie dem Staatsaufbau in Afghanistan steigt die Notwendigkeit einer engeren Vernetzung und Zusammenarbeit von Experten aus den verschiedensten Bereichen. Bundeswehrsoldaten, Polizisten, Diplomaten und Entwicklungshelfer müssen ihre Anstrengungen bündeln, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Diese so genannte zivil-militärische Zusammenarbeit ist aber nicht unumstritten: Entwicklungshelfer fürchten um ihre Unabhängigkeit, Soldaten sehen sich mit der Übernahme ziviler Tätigkeiten überfordert und Polizisten beklagen die Gefahr eines Verwischens der Grenzen zwischen Militär- und Polizeieinsätzen. Wie können diese Bedenken mit der Notwendigkeit zu einer besseren Zusammenarbeit in Einklang gebracht werden? Braucht Deutschland ein neues Konzept für die zivil-militärische Zusammenarbeit?